Über diesen Blog

Als in der ambulanten Psychiatrie tätige Fachkraft beschäftige ich mich täglich mit den Auswirkungen des gesellschaftlichen Lebens, des Zeitgeistes oder auch der diversen Krisen auf die psychische Gesundheit des Einzelnen.

Meine Beiträge sind nicht ausschließlich das Resultat einer objektiven Bewertung. Sie sind sicherlich auch meiner individuellen, eher subjektiven Wahrnehmung geschuldet.

Von daher an dieser Stelle folgender Hinweis: Diese Website verfolgt keinen professionellen Anspruch. Sie dient auch nicht der Verfolgung wirtschaftlicher Interessen. Sie stellt kein alternatives Medienangebot im journalistischen redaktionellen Sinne dar.

Diese Homepage ist daher lediglich der Raum für meine persönlichen Meinungen, Eindrücke, und Verbesserungsvorschläge bezüglich der gesellschaftlichen Relevanz psychiatrischer Themen, denen ich in einer für mich normalen Arbeitswoche begegne.

Kiffen, zocken, was danach?

Die Ampel treibt die Legalisierung von Cannabis weiter voran. Wobei die EU hier wohl auch noch ein Wörtchen mitreden will. Sicherlich erscheint es sinnvoll, Konsumenten nicht weiterhin zu kriminalisieren. Auch der Eigenanbau zum Selbstgebrauch sollte mittlerweile straffrei gehandhabt werden können, soweit nicht die halbe Stadt Gewinn bringend mit versorgt werden soll. 

Soweit so gut. Aber muss in einem weiteren Schritt wirklich der Staat zum Dealer werden, indem er einen regulierten Markt schaffen möchte? Die Kommerzialisierung von Zubehör und anderen Utensilien hat ja schon stattgefunden. Ich persönlich finde, mehr braucht es auch nicht wirklich. Denn so sehr wir uns an die Verbreitung von Cannabis innerhalb der Gesellschaft gewöhnt haben, noch normaler muss sie sich nicht anfühlen. Außer wir wollen uns genauso normal mit den teils schwerwiegenden psychischen Folgen arrangieren.

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Na denn Prost!

Besonders bei Männern können sich Depressionen auch in zunehmender aggressiver Tendenz und gesteigerten Alkoholkonsum deutlich machen. Letzteres wird gerne banalisiert und auf die leichte Schulter genommen.

Neben der stimmungslösenden Wirkung und natürlich weil’s schmeckt, wird besonders der vermeintlich gesundheitsfördernde Aspekt für Herz auch Diabetes in geringen Dosen als Argument für Alkohol genannt. Dabei galt schon bisher, dass dies nur in wirklich kleinen Mengen zutrifft und diese wurden laut einer neuen Studie in der medizinischen Fachzeitschrift „The Lancet“ noch einmal reduziert.

Unter 40 Jährige Männer sollten demnach höchstens 40 ml Bier trinken, was einem Schnapspinnchen gleich kommt. Frauen sind scheinbar leicht im Vorteil. Sie dürfen aber auch nur bis zu 100 ml trinken, wenn gesundheitliche Nachteile absolut ausgeschlossen werden sollen.

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